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Wie es nach dem Krieg weiter ging


Wie in allen anderen Bereichen waren die Folgen des Zweiten Weltkriegs auch auf den Gebiet des Feuerlöschwesens zu spüren. Die Warener Feuerwehr hatte bis Anfang der vierziger Jahre zwei 1500-l-Spritzen, eine 800-l-Spritze und die dazugehörigen motorisierten Fahrzeuge. Im Juli 1945 standen der Warener Feuerwehr nur noch zwei tragbare Motorspritzen vom Typ "Flader" mit Pumpenleistung von 800 l/min. Nennwasserleistung zur Verfügung. Sie waren aber zu diesem Zeitpunkt wegen Benzinmangels nicht einsatzbereit.
Die Gerätewagen waren bis auf einen, dem die Bereifung fehlte, spurlos verschwunden. Eine Feuerbekämpfung vom Hydranten aus war problematisch, weil oft der Wasserdruck zu gering war. An Männern waren der Warener Feuerwehr acht verblieben, zu viele ehemalige Feuerwehrangehörige waren gefallen oder noch in der Kriegsgefangenschaft. Neue Freiwillige waren nach der totalen Niederlage und in deren Gefolge weit verbreiteter Hoffnungslosigkeit nicht so bald zu gewinnen.
Um den Manschaftsmangel zu beheben, wurde bereits am 17. August 1945 durch den Landrat des Kreises die Dienstpflicht für die Feuerwehr für alle Männer vom 18. bis zum 55. Lebensjahr wieder eingeführt. Wie aus Brandberichten des Kreisfeuerwehrleiters Lippert im Jahre 1946 hervorgeht, war die Feuerwehr wieder motorisiert, so dass sie auch im Kreisgebiet erfolgreich eingesetzt werden konnte, vor allem auch, weil sie mindestens zwei einsatzbereite Motorspritzen hatte.
1947 erhielt die Freiwillige Feuerwehr ein Löschfahrzeug, das noch aus den 20er Jahren stammte, es war ein Hansa-Lloyd. Die Gangschaltung war noch außen neben der Fahrertür er trug 5 Schläuche, ein Standrohr und ein Strahlrohr.
Im Jahre 1948 wurde mit Hilfe Warener Handwerker (Mitglieder der FFw) ein Mannschaftswagen (Holzaufbau) auf dem Fahrgestell vom Typ Citroen aufgebaut.