Erneuter Brand eines Fachwerkhauses
Am 16. Januar wurde in der Warener Friedensstraße wieder ein Fachwerkhaus durch einen Brand vollkommen zerstört. Gegen 01:30 Uhr erreichte die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Waren die Alarmierung über einen Wohnungsbrand in der Altstadt der Müritzkreisstadt. Innerhalb weniger Minuten trafen über zwanzig Kameraden mit drei Löschfahrzeugen, der Drehleiter und einem Einsatzleitwagen an der Einsatzstelle ein.
Schon bei der ersten Lageerkundung wurde vielen klar – „Das wird ein Brand wie vor drei Wochen beim Ratskeller auf dem Neuen Markt!“ Die untere Etage des Fachwerkhauses brannte bereits in voller Ausdehnung. In dem kombinierten Wohn- und Geschäftshaus war ein Sportgeschäft untergebracht, das nach einem Räumungsverkauft in wenigen Tagen schließen sollte. Durch die Freiwilligen Löschmänner wurden mehrere Strahlrohre im Innen- und im Außenangriff eingesetzt. Doch die Bausubstanz, der Warenbestand und die Einrichtung des Fachwerkgebäudes boten dem Feuer ausreichend Nahrung. Erschwerend hinzukamen die starke Verwinklung und die starke Verrauchung des Gebäudes. Als Verstärkung der Warener Feuerwehr rückten die Floriansjünger aus Groß Plasten an. Mit insgesamt 60 Freiwilligen wurde 15 Stunden lang ein massiver Löschangriff über mehrere Seiten des Gebäudes vorgenommen. Doch die Flammen loderten immer wieder auf. Aus diesem Grund wurden am Nachmittag Ablösekräfte aus den Wehren Möllenhagen und Torgelow, abends zusätzlich die Feuerwehr Klink, nachgefordert. Nach einem 26 Stunden Einsatz konnten die Flammen und auch die letzten Glutnester gelöscht.
Viele der freiwilligen Feuerwehrkameraden sind bei diesem Großbrand bis an ihre Grenzen gegangen. Denn vor dem Warener Feuer war bereits die Drehleiter zu einem Wohnhausbrand in Röbel geeilt. Hier wüteten die Flammen in einem Mehrfamilienhaus in der Bahnhofstraße. Die Feuerwehren Röbel und Bollewick mussten 14 Personen in Sicherheit bringen. Eine Stunde nachdem die Einsatzbereitschaft in Waren wiederhergestellt war, gingen erneut die Funkmelder und Sirenen in der Müritzkreisstadt. Neben Familie und Beruf schützten die Freiwilligen der Warener Feuerwehr abermals Menschen und Gebäude in Waren. Viele der Anwohner und der Verwalter des Brandgebäudes zeigten ihre Wertschätzung, in dem sie die Einsatzkräfte mit Kaffee und Brötchen versorgten. Auch die Geschäftsleute in der Friedensstraße zeigten Verständnis für die Sperrung der Einkaufsstraße.
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